Kiwi on the Rocks
von Daniel Ratthei
Premiere: 18.01.2019
Ab 14 Jahren
Mobil für Schulen und im Theater treppab
Badische Landesbühne Bruchsal
Kiwi heißt eigentlich Kirsten Wittenbrinck und ist 14 Jahre alt. Sie weiß, wie man sich schminken muss, um sexy auszusehen, sie weiß, was Jungs mögen, sie weiß, wie man sich verhalten muss, um nicht gedisst zu werden und sie will ihr Leben genießen. Dazu gehört auf jeden Fall Alkohol, denn der macht schön locker und mutig. Viel mutiger als Kiwi eigentlich ist. Nach einer durchfeierten Nacht steht die Welt Kopf, alles dreht sich. Kiwi knutscht mit einem Typen, der viel älter ist als sie. Während er immer zudringlicher wird, wird ihr immer übler. Und dann passiert es: Sie übergibt sich, direkt über ihn. Die Geschichte von „Kotz-Kiwi“ macht via Instagram gleich die Runde, die Party am darauffolgenden Abend wird zum Spießrutenlaufen. Die Scham spült Kiwi mit Tequila runter. Filmriss. Sie wacht auf und hat Schmerzen. Was ist passiert?
Es spielte: Yasmin Vanessa Münter
Dramaturgie: Petra Jenni
Kostüme: Kerstin Oelker
Theaterpädagogik: Julius Ferstl
Fotos: ©Sonja Ramm
Pressestimmen:
«An der Badischen Landesbühne hat die 27-jährige Ruth Langenberg den als Klassenzimmerstück konzipierten Monolog schonungslos direkt inszeniert, ohne zu moralisieren. […] Schauspielerin Yasmin Vanessa Münter lässt in die Innenwelt einer 14-Jährigen blicken, in der Unsicherheit und Überheblichkeit, Angst und Übermut dicht beieinanderliegen, erweckt Menschen und Schauplätze mit Worten, Gesten und wenigen Requisiten zum Leben.»
(Sibylle Orgeldinger, Bruchsaler Rundschau, 21.Januar 2019)
«Die erst 27-jährige Regisseurin Ruth Langenberg lässt Schauspielerin Yasmin Vanessa Münterin dem 60-minütigen Monolog die gesamte Palette an Emotionalität, gestischer und mimischer Präsenz ausloten. Dabei versteht es die Mimin zu glänzen – sowohl in der Rolle der Kiwi als auch in den beiden erschreckenden Traumszenen, die dem Mädchen zusetzen. Yasmin Vanessa Münter gelingt eine ebenso glaubhafte wie plastische Charakterisierung, ob sie nun verschreckt ihren Gedanken nachhängt, euphorisch die Nacht durchfeiert oder dem Dämon Alkohol eine Gestalt gibt – wobei sie sich demonstrativ unter das Publikum mischt.»
(Gerhard Keck, Schwarzwälder Bote, Freudenstadt, 13.März 2019)