Oskar
und die Dame in Rosa
von Éric-Emmanuel Schmitt
Bühnenfassung von Barbara Kantel und Ruth Langenberg
Gewinner:innen Arbeit des Festivals Summer Up7#coronaedit
Eingeladen zum Festival SummerUp7 im Oktober 2021
Online Premiere: 25.2.2021; Analoge Premiere: 12.6.2021
Ab 10 Jahren
Ballhof 2, Schauspiel Hannover
Oskar ist 12 Jahre und an Leukämie erkrankt. Niemand lacht mehr über seine Witze und alle gehen weg, wenn er fragt, ob er sterben muss. Ist er ein schlechter Kranker, weil er nicht mehr gesund wird? Da trifft er Rosa, die ihn durch ihre Ehrlichkeit, Unverblümtheit und Schlagfertigkeit begeistert. Sie ist die einzige Person im Krankenhaus, die noch lacht und mit Oskar über den Tod spricht. Die ehemalige Catcherin erzählt Oskar von ihren aussichtslosen Kämpfen und wie sie diese trotzdem gewonnen hat. Und sie fordert ihn zu einem Spiel auf, das in wenigen Tagen ein ganzes Leben lässt – von der Pubertät über die erste Liebe bis hin zur Vorbereitung auf den Tod.
Es ist eine Geschichte über eine intergenerative Freund*innenschaft, in der es um Liebe und Hass, Schmerz, Freude und Verlust geht und darum, wie man mit jungen Menschen über den Tod spricht.
Es spielten: Paul Wiesmann und Johanna Freigang/ Daria Bak
Bühne und Kostüm: Christian Hofmann
Dramaturgie: Lea Sherin Kübler
Theaterpädagogik: Nora Patyk
Fotos: ©Katrin Ribbe
Pressestimmen:
«Regisseurin Ruth Langenberg und ihr Team übersetzen den Kinderbuchklassiker in eine frische Version, die mit viel Witz, liebevollen Details, Rap und auch etwas Action daherkommt. […] Gott ist gestrichen, stattdessen wendet sich Oskar in seinen Briefen an das Universum, und auch Rosa hat mit der „Oma Rosa“ im Roman nicht mehr viel zu tun. Geblieben ist aber der ehrliche und einfühlsame Umgang mit dem Tod eines Kindes. […] Die Theateradaption des Romans wirkt dabei nie bemüht, sondern verknüpft die Essenz der Geschichte über das Sterben mit zeitgenössischen Elementen.»
(Alina, Stillahn, HAZ, 01.03.2021)
«Ein Klassenzimmerstück aus dem geschlossenen Theater und für geschlossene Klassenzimmer. Regisseurin Ruth Langenberg hat die Geschichte von Éric-Emmanuel Schmitt als Theaterfilm umgesetzt, ein Kammerspiel für zwei Spielfreudige, die studierenden Johanna Freigang und Paul Wiesmann, die für dieses Jahr am Staatstheater gastieren und hier einfach mal in alle Rollen schlüpfen. […]
„Es gibt keine andere Lösung fürs Leben, als es zu leben“, lernt Oskar am Ende. Aber ist das auch ein Thema für Kinder? Unbedingt – und unbedingt zu dieser Zeit, in denen ihnen eine Verantwortung für das Leben anderer zugemutet wird wie wenigen Generationen vor ihnen. Das Unbekannte verliert seinen Schrecken, wenn man von ihm erzählt. Es auf die Weise zu tun, wie es in dieser Inszenierung geschieht, ist ein Glück.»
(Stefan Gohlisch, NP, 26.02.2021)